Lichtweg
Der Entwurf fasst den Ort am Ostbahnhof als Übergang zwischen Bewegung und Aufenthalt, nicht als Grenze, sondern als räumliche Sequenz.
Eine lineare Struktur greift die bestehenden Raumkanten auf und formt daraus einen neuen, klar geführten Stadtraum. Die Längsseiten bleiben ruhig und geschlossen, während sich die Stirnseiten gezielt öffnen und Durchblicke sowie eine selbstverständliche Durchwegung ermöglichen. Im Zentrum steht das Licht als ordnendes Element: Eine strukturierte Decke filtert das Tageslicht und übersetzt es in eine präzise Abfolge von Licht- und Schattenzonen. Der Raum gewinnt dadurch an Tiefe, verlangsamt die Bewegung und schafft Momente des Innehaltens. Ein flexibel nutzbarer Bereich erweitert den offenen Raum und ermöglicht Aneignung durch die Nachbarschaft. Der „Lichtweg“ wird so zu einer räumlichen Passage, die nicht nur verbindet, sondern den flüchtigen Stadtraum bewusst erfahrbar macht.


Das Baufeld liegt als Rest zwischen den bestehenden Raumkanten.

Das Volumen nimmt die Kanten auf und legt sich als lineare Figur in die Lücke.

Die Struktur überzieht das Volumen und öffnet die Stirnseiten.



Licht als
ordnendes Element
Eine strukturierte Decke filtert das Tageslicht. Textile Sonnensegel, in die Tragstruktur eingespannt, verändern die Öffnungen zwischen den Stützen.

Diagramm — vereinfachter Tageslauf über der Originalzeichnung.
- Sonnenstand
- 76° über dem Horizont
- Belichtete Fläche
- 18 % der Bodenfläche
Interaktive Lesehilfe zur Kassettendecke — keine bauphysikalische Simulation.








